Unsere Ziele sind

  • Begegnung und Austausch

  • Wahrheit und Versöhnung

  • Gegenseitige Unterstützung

  • Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden

 

Die Aktion Bundesschluss hat ihre Wurzeln im Aufruf der 6. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) 1983 in Vancouver, sich in einem konziliaren Prozess zu einem Bund für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung zusammenzuschließen. In Südafrika hatte damals die rassistische Ideologie der Apartheid, d.h. der Abwertung der nicht-weißen Bevölkerungsmehrheit als Menschen zweiter Klasse, fast alle Poren der Gesellschaft durchdrungen. Zugleich hatte der politische Kampf für ein neues Südafrika ohne Rassenschranken an Intensität zugenommen. Vancouver gab den Anstoß dafür, seit 1984 Verbindungen zwischen Gemeinschaften in Südafrika und kirchennahen Gruppen in der Bundesrepublik Deutschland aufzubauen. Unter anderem bedrohte die Apartheidpolitik diese Gemeinschaften mit Zwangsumsiedlung; etliche waren bereits enteignet und gewaltsam vertrieben worden.

Die Bundesschlussbewegung bezieht sich auf den Bund, den Gott mit den Menschen und der ganzen Erde eingegangen ist, um weitere Zerstörung des Lebendigen zu verhindern. (Bibel, 1. Buch Mose 9)

Symbol des Bundesschlusses ist der Regenbogen, unter dem sich Menschen unterschiedlicher Kultur, Hautfarbe, unterschiedlichen Geschlechtes und sozialer Situation an unterschiedlichen Orten zusammenfinden. Hintergrund dieses Engagements ist auch die deutsche Geschichtserfahrung mit dem Rassismus als Teil der nationalsozialistischen Ideologie und Politik sowie die inakzeptable wirtschaftliche Unterstützung des Apartheidregimes durch bundesdeutsche Regierungen und Unternehmen.

 

Netzwerk und Engagement

Sowohl in Deutschland wie bei unseren Partnerinnen und Partnern gibt es ein Netzwerk von Gruppen und Gemeinschaften und jeweils eine gemeinsame Koordination. Die Koordinationsstelle in Südafrika ist Teil des Südafrikanischen Kirchenrates (SACC). Bei uns gibt es ein gewähltes bundesweites Komitee für die zentralen Aufgaben. Seit den ersten demokratischen Wahlen 1994 in Südafrika haben sich die Schwerpunkte der Arbeit gewandelt. Aus der Unterstützung des Widerstandes gegen (drohende) Umsiedlung wurde die Förderung der Rücksiedlungsbemühungen, des Aufbaus und der ländlichen Entwicklung.

Für die Menschen in den südafrikanischen Gemeinschaften ist es wichtig, dass die Partner von früher weiterhin mit ihnen in Kontakt bleiben. Es geht nicht vorrangig um Projektpartnerschaft, sondern um Austausch und politische Unterstützung. Vor allem gegenseitige Besuche werden als Ermutigung und Stärkung bei den oft kleinen und mühsamen Entwicklungsschritten erfahren. Aktion Bundesschluss verbindet ökumenisches Lernen mit gelebter Solidarität. Das Kennenlernen der jeweiligen Lebenswelten und das Wahrnehmen der unterschiedlichen kulturellen Prägungen haben sich als entwicklungspolitische Kraftquelle erwiesen. Darüber hinaus verbinden uns regelmäßige Bundesschlussgottesdienste und Fürbitten, die neue Dimensionen ökumenischer Spiritualität erschließen.

 

Diese Aktivitäten in direktem Kontakt sind nicht zu trennen von der Aufmerksamkeit für die politischen Gesamtzusammenhänge. Das heißt für uns:

  • Informiert sein über die aktuelle gesellschaftliche Lage in Südafrika und Deutschland, vor allem über Rassismus und Gewalt, und Mitwirken in Solidaritätsaktionen zum südlichen Afrika.

  • Sich einmischen in die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen, die der Mehrheit der Weltbevölkerung keine Chance auf ein selbst bestimmtes, menschenwürdiges Leben geben.

  • Sich kritisch auseinander zu setzen mit den Prozessen der Globalisierung.

Aktion Bundesschluss versteht sich auch als Teil der Erlassjahrkampagne und des Weltsozialforums. Ein Schwerpunktthema ist Waffenhandel und Entwicklung.

 

Zur Geschichte der Aktion Bundesschluss

 

 

Die Aktion Bundesschluss wird gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst.