Lusitania (KwaZulu / Natal) - Halstenbek bei Hamburg

Erinnerung an ein Gespräch mit Agnes Lukele, Lusitania am 21.10.2009

Die Partnerschaft

Unsere Partnerschaft mit Lusitania ist noch sehr jung. Wir haben uns zu Beginn des Jahres 2001 entschieden, die Menschen in Lusitania zu begleiten, da die bisherigen deutschen Partner ihre Arbeit eingestellt haben. Aber es bestand der ausdrückliche Wunsch der LusitanierInnen, weiterhin durch die Aktion Bundesschluss mit Deutschland verbunden zu sein. Das gab uns Mut, und erste Kontakte sind geknüpft. Auf einer Reise dorthin sind wir in unmittelbaren Austausch getreten und haben Freundschaften geschlossen.

 

Unser Partner

Lusitania liegt ca. 70 km von Ladysmith entfernt in der Provinz KwaZulu/Natal. Das Gebiet ist umgeben von 4 Farmen, die im Besitz von Weißen sind. Bei der Festschreibung von Besitzgrenzen haben sich die Farmer Land gesichert, das zuvor zu Lusitania gehörte. Die LusitanierInnen haben im November 1997 einen Antrag auf Rückgabe ihres Landes gestellt und warten auf eine Entscheidung der zuständigen Behörde.

 

Erfolge und Herausforderungen

Das Land der Gemeinschaft ist zu klein, um die 5.000 Bewohner zu ernähren. Es herrscht eine hohe Arbeitslosigkeit und die Menschen sind gezwungen, Arbeit in den Städten zu suchen. Es gibt noch keinen Strom und Telefonanschluß. Die Straße nach Ladysmith ist in so schlechtem Zustand, dass die Menschen ihre Produkte nur schwer vermarkten können.

Und doch gibt es auch Hoffnung und ein hohes Problernbewusstsein. Ein Zeichen dafür ist die Einrichtung eines von den Behörden unabhängigen Büros, wo man sich trifft und gegenseitig hilft. Hier ist auch unsere Partnerschaftsarbeit angesiedelt. Von hier aus werden Workshops zur Demokratisierung organisiert und hier wird beraten, bei welchem Projekt wir die LusitanierInnen als deutsche Partner unterstützen können.

 

Kontakt

Wir sind eine kleine Gruppe der ev.‑luth. Kirchengemeinde Halstenbek (bei Hamburg), die sich kontinuierlich trifft und zu Südafrika arbeitet, seitdem der Kirchenvorstand 1986 offiziell entschieden hat, der Aktion Bundesschluss beizutreten. Wir treffen uns einmal pro Monat, jeweils am 3. Donnerstag um 19.00 Uhr im Gemeindehaus, Friedrichstr. 9 und freuen uns über Interessierte, die Lust haben bei uns mitzuarbeiten.

 

Christiane Wietzke

 

Mit dem Modellschiffbau verdient sich ein Gemeinschaftsmitglied seinen Unterhalt - leider in Durban, dann in Lusitania fehlt der Strom für die filigrane Arbeit. (Photo: Katharina Bahr 1999)

 

Frauen in den kalten Bergen von Lusitania (Photo: Kathrina Bahr)

Die Aktion Bundesschluss wird gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst.